Schulmediation und Klassensprecherqualifikation

Format und Zeitplan der Schulungen (Schüler-Mediations-Projekte, schulumfassende Konfliktmanagementsysteme, Klassensprecher-Qualifizierungsprogramme) können an viele verschiedene Schulsituationen angepasst werden.

 

Verfügbare Formate:

  • Kurz-Schulungen zur Sensibilisierung für die Thematik (z. B.: 90 Min.)
  • Wöchentliche, regelmäßige Kurse während eines Schuljahres (90 Min. pro Sitzung)
  • Intensive Blocktage (verteilt über das Schuljahr)
  • Seminarwochenenden und –wochen
  • Individuelle „Personal Trainings“

 

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Im Jahr 2003 begann ich mit dem Klassensprecher-Qualifizierungsprogramm und im Jahr 2009 initiierte ich die AG-Streitschlichter an der Deutschen Schule Lissabon (P) Beide Projekte werden erfolgreich geführt.


Peer-to-Peer-Schüler-Mediation (Streitschlichter/Konfliktlotsen)

Leben und Arbeiten in unserer zunehmend globalisierten Welt erfordert Teamarbeit Kommunikationskompetenz und Konfliktfähigkeit. Diese „Soft Skills“ sollten am besten schon während der Schulzeit vermittelt und eingeübt werden.

 

Hierzu kann die Einführung eines Schülermediatoren-Programms entscheidend beitragen. Die Mediatoren in solchen Programmen sind ausgebildete Schüler, die im Streitfall zwischen Schülern vermitteln und den Dialog zwischen den Beteiligten erleichtern. Sie unterstützen die Parteien in einem Konflikt bei der Lösungssuche, treffen jedoch selbst keine Entscheidung. Als neutrale Dritte dürfen sie in einem spezifischen Streitfall weder zum Kreis der Betroffenen gehören noch Eigeninteresse an der Konfliktlösung haben. Sie sind allen Beteiligten gleichermaßen verpflichtet.

 

Ein solches Schulmediationsprojekt nützt der „gesamten Schulfamilie“, denn die Mediation führt zu einvernehmlichen Entscheidungen, die von allen Streitparteien getragen und umgesetzt werden. Konfliktfähigkeit wird eingeübt, und durch den Dialog verbessern sich die Beziehungen zwischen den Schülern. Gleichzeitig wird das Entstehen weiterer Konflikte verhindert und die Gefahr der Konflikteskalation gebannt. Das Schulklima wird verbessert, die Lehrkräfte werden von Alltagskonflikten entlastet und den Schülern werden durch Training und Anwendung von Mediationstechniken soziale Komponenten vermittelt, die den Umgang mit Gleichaltrigen erleichtern.

 

Die ausgebildeten Schülermediatoren erhalten ein Teilnahme-Zertifikat und können so ihre Fähigkeiten zur Konfliktlösung und Mediation nachweisen. Dieses Zertifikat ist ein interessantes Element im Lebenslauf, denn die erworbenen sozialen Kompetenzen sind bei Arbeitgebern heute zunehmend gefragt.

 

Klassensprecherqualifizierung

Klassensprecher sind gewählte Vertreter ihrer Mitschüler und haben somit ein „politisches Mandat“. Dieses gut zu erfüllen ist anspruchsvoll und erfordert Führungsqualitäten. Übung und Reflexion. Kommunikations- und Konfliktlösungskompetenzen genauso wie Führungsqualitäten müssen erlernt werden; In einem Klassensprecher-Qualifizierungprogramm geschieht dies intensiv, gezielt und klassenübergreifend. Die Teilnehmer sind zwischen 11/12 (5. Klasse) und 18/19 Jahre alt (12.Klasse). Die Zusammensetzung der Gruppe aus jüngeren und älteren Schülern, sowie - mit den Jahren - aus „erfahrenen“ und „neuen“ Klassensprechern ist sehr positiv, denn alle lernen voneinander.

 

Ein solches Programm ruht auf vier Ausbildungssäulen:

 

Vermittlung von Kenntnissen und Techniken in den Bereichen Kommunikationsdynamik und Konfliktmanagement

Hier lernen die Klassensprecher z. B. vor einer großen Gruppe (ihrer Klasse) zu sprechen und kompetent den Standpunkt ihrer Klasse gegenüber Lehrern und Schulleitung zu präsentieren und zu vertreten. Im Rahmen der Klassensprecherqualifizierung erlangen sie die nötige Kommunikationskompetenz, um Probleme gemeinsam mit der Klasse und den Lehrern zu erkennen, zu bearbeiten und zu lösen. Gut ausgebildete Klassensprecher wissen, wie wichtig es ist, ihre Klasse gut zu informieren und Ideenfindungsprozesse anzuregen. Außerdem beherrschen sie Techniken, die ihnen helfen, Diskussionen zu moderieren und Abstimmungen zu leiten.


Selbstbild und Selbstverständnis der Klassensprecher / Rechte und Pflichten

Die Arbeiten in diesem Ausbildungsbereich führen oft zu konkreten Ergebnissen, die dazu beitragen, den Schulalltag besser zu regeln (z. B. kann durch die Erarbeitung einer Klassensprecher-Charta die Rolle der KlassensprecherInnen sowie deren Rechte und Pflichten geklärt und festgeschrieben werden. Dies vermeidet überzogene Erwartungen seitens der MitschülerInnen und LehrerInnen. Mittel- und langfristig kann mit einem solchen Projekt gewährleistet werden, dass die Klassensprecher ihr Amt nicht als Überforderung erfahren, sondern es mit Engagement und Spaß ausfüllen.


Vertiefung der sozialen Kontakte innerhalb der Gruppe

Die Vertiefung der sozialen Kontakte innerhalb der Gruppe geschieht einerseits durch die ständige Durchmischung der Teilnehmer für alle Organisationsaufgaben oder Aktivitäten durch konsequentes Auslosen der Gruppenzusammensetzung (etwa für Küchendienste oder zur gemeinsamen Vorbereitung von Mahlzeiten, für Gruppenarbeiten, Übungen oder Rollenspiele). Andererseits ermöglichen auch die längeren Pausen (ca. 45 Min.) ein näheres Kennenlernen z. B. durch selbstorganisierte Gemeinschaftsaktivitäten (Ballspiele, Unterhaltungen etc.)


Schulspezifische Angelegenheiten

Die Bearbeitung schulspezifischer Angelegenheiten wird - je nach Bedarf - methodisch aufgearbeitet und in das Programm integriert. .

 

Das konkrete Projektdesign kann ich in Zusammenarbeit mit Ihnen an die Möglichkeiten und Bedürfnisse jeder einzelnen Schule anpassen. Hierbei ist es unerheblich, ob es sich um eine öffentliche oder eine Privatschule handelt.